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Nico's Ameisen

Haltungsberichte und Informationen

Fütterung

Haben wir und für eine Ameisenart entschieden und ein geeignetes Setup gefunden müssen wir die richtige Nahrung finden.

Ameisen brauchen kurz gesagt Zucker und Proteine. Ersteres für adulte Tiere und zweiteres für die Larven und die Königin. Auch Wasser muss immer vorhanden sein. Ausnahmen bilden hier die Blattschneider und Samenfresser, zu denen komme ich weiter unten.

Kohlenhydrate

Ameisen benötigen Kohlenhydrate in Form von Zucker. Jedoch gibt es verschiedene Zuckerformen. Interessant für die Ameisenhaltung sind Haushaltszucker (Saccharose), Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose). Überleben können Ameisen mit allen drei genannten Zuckerarten, jedoch können sie Fructose und Glucose besser verdauen, da es bereits gespaltene Saccharose ist.

Desweiteren scheiden sich die Geister ob es sinnvoll ist Zucker und Proteine gemischt zu verfüttern. Dadurch dass sie nicht in der Lage sind beides zu trennen sind Arbeiterinnen gezwungen die Proteine zu verdauen, obwohl sie diese garnicht verwerten können, um an den beigemischten Zucker zu kommen. Für alle die gern naturnah füttern: Zucker und Proteine kommen in der Natur überwiegend getrennt vor.
Hier ein Beleg: ↪Viele Proteine verkürzen Ameisen-Leben - n-tv

Gängig sind z.B.:

Proteine

Alle Ameisen, außer Blattschneider, brauchen tierische Proteine um ihre Nachkommen aufzuziehen.

Hauptsächlich vertilgen sie in der Natur Insekten, aber auch anderes. Da kann man also eine ganze Menge anbieten, man sollte jedoch beachten dass Ameisen nur flüssige Nahrung aufnehmen können, daher sollten recht frische Futtertiere angeboten werden. Mit getrocknetem Futter können sie kaum etwas anfangen. Einige Arten nehmen auch Fisch und Fleisch an.

Es tut der Kolonie auch gut ab und an verschiedene Sachen verfüttert zu bekommen. Futtertiere können Milben haben, welche auf die Ameisen übergehen können. Um das zu verhindern kann man sie einfach überbrühen, selbst sauber züchten oder aus vertrauenswürdigen Quellen verfüttern. Man kann auch in der Natur selbst sammeln, jedoch wird das ab einer gewissen Koloniegröße zu viel Arbeit und es gibt geschützte Tiere welche man nicht verfüttern darf.

Verfüttern kann man z.B.:

Blattschneider

Blattschneideameisen (Atta, und Acromyrmex) brauchen, wie der Name schon sagt, Blätter. Jedoch fressen sie diese Blätter nicht, sondern zerkauen sie und züchten mit dem Pflanzenbrei einen besonderen Pilz. Beim Zerscheniden und Zerkauen nehmen die Arbeiterinnen die austretenden Pflanzensäfte auf um ihren Zuckerbedarf zu decken. Der Pilz bildet proteinreiche Fruchtkörper mit denen die Gyne, bzw. Gynen und die Brut gefüttert werden.

Die Blätter sollten am besten frisch und feucht sein. Im Winter kann man entweder immergrüne Pflanzen wie Brombeer sammeln oder man sammelt im Sommer Blätter auf Vorrat, welche man einfriert. Wasser, Kohlenhydrate oder Proteine muss man nicht zusätzlich anbieten.

Verfüttern kann man Blätter von z.B.:

Samenfresser

Samenfresser (z.B. Messor oder Pogomyrmex), auch granivore Ameisen genannt, sammeln Samen die sie zerkauen und zu Ameisenbrot verarbeiten, von welchem sie sich dann ernähren. Dieses Ameisenbrot stellt die Kohlenhydratversorgung dar. Daher kann man Zuckerwasser, Invertzucker usw. weglassen, aber es spricht nichts dagegen es zusätzlich anzubieten. Proteine brauchen sie jedoch weiterhin in Form von Insekten und ähnlichem. Diese können bei granivoren Ameisenarten auch getrocknet sein, wobei frisch trotzdem besser ist.

Verfüttern kann man Samen von z.B.: