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Nico's Ameisen

Haltungsberichte und Informationen

Entwicklung

Körperbau

Der Ameisenkörper besteht typischerweise aus drei Teilen.
Dem Kopf, dem Mesosoma (Mittelleib) und der Gaster (Hinterleib).

Am Kopf befinden sich die Zangen (Mandibeln), die Augen und die Fühler. Ein weiteres Markenzeichen der Ameisen sind die abgeknickten Fühler, welche bei den Männchen aber eher kaum ausgeprägt sind. Zusätzlich besitzt die Gyne an der Stirn drei Punktaugen (Ocellus).

An dem Mesosoma befinden sich die sechs Beine und die Atemlöcher. Bei Männchen und besonders bei Gynen ist dieser stark ausgeprägt da sich in ihm die starke Flugmuskulatur verbirgt. Bei claustral gründenden Arten ist dies noch deutlicher ausgeprägt.

In der Gaster befinden sich die Organe und der Stachel bzw. die Ameisensäuredrüse.

Entwicklungsstadien

Jede Ameise durchläuft mehrere Entwicklungsstadien.
Vom Ei zur Larve, dann zur Puppe und schließlich zum Imago.

Ei

Die Eier werden von den Gynen gelegt. Sie sind für gewöhnlich einfarbig weiß, können aber auch Gelb- und Grautöne annehmen.

Um befruchtete Eier zu legen muss die Gyne begattet sein (Nicht befruchtet!). Ist ein Ei befruchtet entwickelt sich daraus später ein Weibchen. Das heißt entweder eine Gyne, eine Arbeiterin oder bei manchen Arten auch eine Soldatin. Ist das Ei nicht befruchtet entsteht ein Männchen. Somit entscheidet die Gyne ab wann und wie viele Männchen aufgezogen werden.

Die Arbeiterinnen speicheln die Eier ein um sie feucht zu halten und um sie als Eipaket zusammenkleben zu können. Dadurch sind sie besser transportierbar. Die Zeit als Ei beträgt in der Regel zwei Wochen.

Larve

Die Larven schlüpfen aus den Eiern. Anfangs sind sie natürlich so groß wie das Ei aus dem sie geschlüpft sind, werden aber nun größer. Man erkennt sie gut am dunklen Kotsack der sich in ihrer Körpermitte befindet, sowie dem hakenförmigen Kopf.

Je besser eine weibliche Larve gefüttert wird, desto größer wird sie und die entstehende Arbeiterin. Besonders gut gefütterte weibliche Larven können sich zu Jungköniginnen entwickeln. Bei einigen Arten jedoch müssen die weiblichen Larven ein bis mehrmals überwintern um sich zu einer Jungkönigin entwickeln zu können.

Die Larven müssen regelmäßig von den Arbeiterinnen gefüttert und eingespeichelt werden (Gleicher Grund wie bei den Eiern). Es gibt ein paar Arten, z.B. Aphaenogaster senilis, bei denen die Larven selbstständig fressen und nur an das Futter angelegt werden müssen. Die Zeit als Larve beträgt in der Regel ebenfalls 2 Wochen, kann aber auch deutlich länger dauern.

Puppe

Haben die Larven genug Nährstoffe gesammelt verpuppen sie sich.

Hier unterscheidet man nun zwischen Puppen und Nacktpuppen. 'Normale' Puppen sind, wie Nacktpuppen auch, mit einer dünnen Haut überzogen, aber weben sich zusätzlich mit einem Seidengespinnst in einen Kokon. Am Popoende des Kokons sieht man einen schwarzen Punkt. Dabei handelt es sich um den ausgeschiedenen Kotsack der Larve.

In diesem Stadium benötigen sie am wenigsten Pflege. Die Arbeiterinnen lagern sie zwischendurch um und legen sie gerne an wärmere Stellen, da sie nun Wärme brauchen um sich weiter zu entwickeln. Dieses Stadium dauert auch in etwa zwei Wochen.

Imago

Als Imago bezeichtnet man die geschlüpfte Puppe, also das voll entwickelte Insekt.

Sind sie erst einmal geschlüpft, sind sie voll entwickelt und wachsen auch nicht mehr. Sie benötigen lediglich noch ein paar Stunden um ihren Chitinpanzer aushärten zu lassen.

Arbeiterinnen und Soldaten nehmen sofort ihre Arbeit auf. Jungköniginnen und Männchen warten nun bis zum Schwarmflug im Nest und werden von den Arbeiterinnen gefüttert und gepflegt.